Üben kann im Instrumentalunterricht und auch beim autodidaktischen Lernen sehr schnell zu einem kritischen Thema werden: Wie viel muss ich üben und warum, was übe ich und wie übe ich es, wie nutze ich meine Übezeit möglichst gut aus? All diese Fragen sind auch für Eltern von musizierenden Kindern von Bedeutung: Warum übt mein Kind so wenig und lohnt sich der Unterricht so überhaupt? Wie kann ich es motivierend unterstützen?

Bei der Beschäftigung mit verschiedenen Übemethoden lässt sich vor allem feststellen:

ES GIBT NICHT DIE EINE ÜBEMETHODE. LERNEN UND ÜBEN SIND INDIVIDUELL!

Viele Methoden des Übens sind abgeleitet aus Trainingsmethoden des Hochleistungssports (z.B. mentales Üben) oder aus Erkenntnissen der Lernpsychologie (z.B. Üben aus intrinsischer Motivation). Wer tiefer in das Thema Üben einsteigen will, sollte sich auch in diese Bereiche ein wenig einlesen und fleißig ausprobieren. Perfekt wäre es natürlich, wenn man nach einer eingehenden Beschäftigung mit dem Thema Üben sagen kann: Ja, ich habe meine Art zu üben gefunden, fühle mich wohl und bin erfolgreich damit.

Hier soll es allerdings in einem ersten Teil beispielhaft um die Übemethoden „Üben im Flow“, „Mentales Üben“ und die „Rotierende Aufmerksamkeit“ gehen.

Der zweite Teil bezieht sich dann auf den Instrumentalunterricht, nämlich das Üben mit jüngeren Kindern, das Fördern des Übens im Instrumentalunterricht und durch die Eltern.

Oberkapitel: Pädagogik/Musikpädagogik