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Deine Musik – Meine Musik: Lieblingsmusik kennenlernen

„Über Geschmack kann man nicht streiten“, sagt ein altes Sprichwort. Das gilt auch in der Musik. Geschmäckern gegenüber kann man aber offen sein. Das will das eduki-Matrial „Deine Musik – Meine Musik“ Schüler*innen ab der sechsten Klasse deutlich machen.

In dem eduki-Material "Deine Musik - Meine Musik: Lieblingsmusik kennenlernen" können Schüler*innen ab der sechsten über ungefähr ein halbes Jahr hinweg in einem 15-minütigen Anfangsritual die Lieblingsmusik ihrer Mitschüler*innen kennenlernen und so ihren musikalischen Horizont erweitern.
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Musikgeschmack

Kopfhörer

Woher kommt aber unser Musikgeschmack? Kleine Kinder zeigen zunächst eine große Offenheit allen Musikgenres gegenüber [Q01]. Erst in der Schulzeit nimmt diese Offenheit ab und es bildet sich ein Musikgeschmack, wie er von Erwachsenen verstanden wird [Q01]. Im Teenageralter wird Musikgeschmack mit zum Ausdruck des sich entwickelnden Individuums und kann zum Beispiel der Abgrenzung zum Elternhaus oder der Offenbarung politischer Ansichten sein. Einfluss auf den Musikgeschmack haben aber auch die Erdregion, in der wir aufwachsen, die Musik, mit der wir in unserem Umfeld konfrontiert sind und unsere musikalischen Lernerfahrungen [Q02].

Ablehnung von Musik formulieren

Wenn wir über Geschmack sprechen, dann darf auch Ablehnung formuliert werden. Es gibt drei zentrale Gründe, eine Musik nicht zu mögen:

  • objektbezogen: Der Klang der Musik oder der Text gefallen mir nicht.
  • subjektbezogen: Die Musik spricht mich emotional nicht an oder passt nicht zu meiner Identität.
  • soziale Gründe: Die Musik kommt in meinem Unfeld nicht vor oder passt nicht zur Gruppe, zu der ich gehören möchte.
Gesicht: Musik gefällt nicht

Wenn wir Jugendliche im Schulunterricht über das Lieblingswerk von Mitschüler*innen sprechen lassen, muss das wertschätzend geschehen. Musikgeschmack ist Teil der eigenen Identität und ein Angriff auf diese kann verletzend sein. Im Musikunterricht ist nicht der Ort, eine Musik und den Menschen dahinter, der sie vorgeschlagen hat, als „uncool“, „langweilig“, „altmodisch“, etc. darzustellen. So wird in der Aufgabe, die Lieblingsmusik eines*r Mitschüler*in zu besprechen auch die sensible Wortwahl und Kritik subjektiv zu üben angewendet.


[Q01]: Helbling, J.: So entsteht unser Musikgeschmack. (www.beobachter.ch/gesundheit/psychologie/wie-entsteht-eigentlich-unser-musikgeschmack-367479, Stand 23.09.2025)

[Q02]: Reineke, J.: Musikgeschmack: Wie er entsteht und inwiefern soziale Gründe eine Rolle spielen. (www.infranken.de/ratgeber/gesundheit/musikgeschmack-wie-er-entsteht-und-inwiefern-soziale-gruende-eine-rolle-spielen-art-5400652, Stand 23.09.2025)