Kennt ihr Sudokus? Die Zahlenrätsel aus 9×9 Feldern, bei denen in jeder Reihe, jeder Spalte und jedem kleinen 3×3 Feld jede Ziffer genau nur einmal vorkommen darf? Sudokus haben mir die Inspiration zu diesem Spiel gegeben, da sie anregen, in verschiedene Richtungen zu denken und aus wenig Material unendlich viele Kombinationen zu entwickeln. Für Improvisation sind das optimale Voraussetzungen.
Improvisation in der Grundschule
Das Improvisationsquadrat, wie der Name schon sagt, soll zum Improvisieren animieren, allein, in der Gruppe oder auch in der gesamten Klasse. Die Grundschüler*innen gestalten ihr eigenes Quadrat und haben dabei bereits durch die 12 vorgegebenen Notationskärtchen extrem viele Möglichkeiten der Kombination (Da ich Musik- und keine Mathelehrerin bin: Nein, ich kann die Anzahl nicht rechnen). So wird jedes Musikstück einzigartig.

5 Spiele für jede Gelegenheit
Mit den fünf im Material vorgeschlagenen Spielen können folgende Fähigkeiten trainiert werden:
- Zu einem Bild einen Klang oder ein Geräusch finden
- Aktives Zuhören und zuordnen eines Klanges zu einer grafischen Darstellung
- Vortragen von Musik einzeln vor der Kleingruppe und im Ensemble
- Formenlehre: Kanon, Liedform, Refrainlied, Variation, Rondo, Sonatenhauptsatzform, durchkomponiertes Lied, etc. können theoretisch erklärt und mit einfachen Mitteln ins praktische Musizieren eingebunden werden.
- Einander zuhören, während man selbst als Teil eines Ensembles musiziert.
- Klänge künstlerisch ausdrücken, entweder malend oder mit Bastelmaterialien

Kreativ und fächerübergreifend mit dem Kunstunterricht

Wer richtig viel Zeit und Aufwand in das Projekt stecken möchte, kann auch ein großes Improvisationsquadrat bauen. Da braucht dann auch nicht mehr jedes Kind eines, sondern für eine Klasse reichen ein bis zwei Stück. Mein Beispiel hier ist im Werkunterricht aus Holz gebaut und mit unterschiedlichen bunten Materialien beklebt, die auch fühlbar sind. Denkbar ist aber auch eine Variante, bei der die Karten mit Fäden an neun Nägel in der Wand aufgehängt werden oder mit Klettband an die Wand gebappt werden. Auch an einer Tafel mit Magneten können Schüler*innen ein gemeinsames Improvisationsquadrat frei gestalten.












