Etwa ab dem Jahr 10001 gibt es die Idee, aus dem Buchstaben, der als Notenschlüssel genutzt wurde, eine Linie entspringen zu lassen. Man setzte nun Punkte, die jedoch viereckig waren, weil man mit Federkielen schrieb, auf und unter die Linie. Später kamen noch mehr Linien dazu. Guido von Arezzo, der von ungefähr 992 bis 1050 lebte2, ordnete die Linien in Terzabständen3, also so, wie wir sie heute kennen, und führte farbige Linien ein4. Dabei nahm er für die F-Linie rot5 und für die C-Linie gelb6.

Notenlinien1Hier seht ihr Noten in Hufnagelschrift geschrieben7. In dieser Schrift, die um 1200 verwendet wurde8, sieht man schon Linien und vor der zweiten Linie von oben auch ein C als Notenschlüssel.

Notenlinien2Die Noten auf dem nächsten Bild haben ebenfalls das C als Notenschlüssel und schon, wie heute, fünf Linien. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert9 und zeigt, dass auch Noten von den berühmten Buchmalern des Mittelalters nicht verschont blieben.

Oberkapitel: Von den Neumen zu moderner Notation, weiterlesen: Vorzeichen

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1Holst, Imogen, Das ABC der Musik, 2009, S.18f

2Duden, Basiswissen Schule – Musik, 2011, S.82

3Schaub, Stefan, Eine kleine Musikgeschichte, 1993, S.28

4Wörner, Karl Heinrich, Geschichte der Musik, 1975, S.90

5Schaub, Stefan, Eine kleine Musikgeschichte, 1993, S.28

6Wörner, Karl Heinrich, Geschichte der Musik, 1975, S.90

7Bildquelle: Wörner, Karl Heinrich, Geschichte der Musik, 1975, S.86

8Duden, Basiswissen Schule – Musik, 2011, S.165

9Auch Bildquelle: Duden, Basiswissen Schule – Musik, 2011, S.172