„Flow“ ist ein Begriff, den ein Herr mit dem komplizierten Namen Csikzentmihaly geprägt hat. Er beschreibt das beglückende Gefühl, wenn man vollkommen konzentriert ist, vollkommen in einer Aufgabe aufgeht.1 Schritte zum Üben im Flow nach Andreas Burzik2 sind:

1. Der Kontakt zum Instrument: Sein Instrument in die Hand zu nehmen (soweit es geht), Temperatur und Beschaffenheit des Materials zu spüren, Berührungspunkte wahrzunehmen und die Vibrationen des Instruments zu spüren führt zu einer enger Verbundenheit mit dem Instrument.

2. Einen Klangsinn entwickeln: Wie soll meine Musik klingen, wenn sie perfekt ist? Wie stelle ich mir den Klang meines Tones vor, wie diese Phrase? Ein wichtiger Aspekt für jegliches Üben, weil nur so ein Fortschritt stattfinden kann. Nur, wenn ich weiß, wo ich hin will mit meinem Üben, werde ich nicht immer nur das spielen, wie ich es bereits spielen kann.

3. Gefühl der Anstrengungslosigkeit: Um eine beglückende Erfahrung im Flow zu machen, muss mir das, was ich tue, leicht fallen. Übungen und Stücke sollen zwar auch nicht unterfordern, aber ebenso wenig überfordern. Neben der Stückauswahl liegt der Schwierigkeitsgrad natürlich auch am Tempo und anderen Aspekten, die ich mir vornehme.

4. Spielerischer Umgang mit dem Übematerialien: Hier geht es um etwas ähnliches, wie bei der rotierenden Aufmerksamkeit: Wie oft spielt man einen Takt mit voller Konzentration? Und wie viel Spaß macht das? Die Challenge hier: Wie viele Varianten findest du, um einen Takt oder eine kurze Phrase zu spielen? Nur ein paar Tipps: Variiere Tempo, Rhythmus, Taktart, Artikulation, Fingersatz, Lautstärke, spiele rückwärts, erfinde eine Begleitung…

Oberkapitel: Üben, weiterlesen: Mentales Üben

________________________

1https://de.wikipedia.org/wiki/Flow_%28Psychologie%29 [17.10.17]

2Burzik, Andreas: Die vier Prinzipien des Übens im Flow; www.flowskills.com/methode.html [17.10.17]