Mentales Üben ist das Üben ohne ein Instrument. Die Vorteile werden schnell klar: Die Hände/Atmung ermüdet nicht (Stichwort Sehnenscheiden, Husten, etc.), die Lautstärke stört die Nachbarn nicht, selbst im Zug üben ist möglich und es wird kein sperriges Instrument benötigt. Allerdings sollte mentales Üben immer im Wechseln mit aktivem Üben stattfinden.

Ebenso kann eine andere Art des mentalen Trainings auch bei Vorspielängsten angewandt werden. Dabei wird häufig eine positive Situation in Gedanken hervorgerufen, um die Gedanken an das Vorspiel, scheitern oder Publikum zu vertreiben.1

Berühmte Mental-Übende sind zum Beispiel Glenn Gould oder Arthur Rubinstein.2 Profis können sich mental auch ganze Stücke aneignen, ohne sie vorher gespielt zu haben. Dies braucht aber sehr viel Erfahrung.

Beim mentalen Üben gelangt man in eine Art „passiven Wachzustand“, der in etwa dem Gefühl kurz vor dem Einschlafen entspricht. Dabei sollte der Übende sich möglichst genau einprägen und dann im Kopf wiederholen:

1. Auditive Merkmale, wie Klangfarbe, Lautstärke, Artikulationsklänge

2.Visuelle Merkmale, wie Notenbild, Bild der Finger auf dem Instrument, typische Bewegungen des Lehrers

3. motorische Abläufe, wie Fingerbewegung, Atembewegung, Körperhaltung3

Oberkapitel: Üben, weiterlesen: rotierende Aufmerksamkeit

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1Www.gitarreimalstertal.de/FreieDownloadangebote/menttorbost.PDF [17.10.17]

2Www.melanie-haeckel.de/ueber-mich/mentales-ueben [17.10.17]

3Www.gitarrenlinks.de/workshops/mentales_training.htm [17.10.17]