Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich gerade die Merkmale von Spiel sehr interessant finde für die EMP, da sie sowohl zusammen genutzt werden können, um Spiel zu definieren, als auch einzelne Aspekte genutzt werden können, um spielerischen Unterricht zu gestalten. Allein schon das Wissen, dass Spiel sowohl Regeln als auch Spielraum benötigt und Musikpädagoge die Aufgabe hat, diese Regeln und Spielräume zu schaffen, um Spiel zu ermöglichen, dass Spiel in einem abgeschlossenen räumlichen und zeitlichen Rahmen stattfinden muss, kann für das Überdenken von Planungen für Musikstunden sehr viel bewirken, zumindest bei Anfängern wie mir.

Auch die Frage, warum wir Musik machen, lässt sich hiermit beantworten: Es ist im Menschen veranlagt, zu spielen, und zwar ohne Zweck zu spielen. Nebeneffekte wie Lernen, Handeln üben und co, sind aus biologischer Sicht zwar ein Zweck, müssen aus Sicht des Spielenden Nebeneffekte bleiben. Und genau so muss der Musizierende das Musizieren sehen. Wenn das Musizieren als Arbeit empfunden wird, also kein Spiel mehr ist, kann man vielleicht sogar mit Hilfe der Merkmale von Spiel am Musizierprozess schrauben, so dass es wieder Spiel wird.

Oberkapitel: Spiel

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Die Literaturangaben findet ihr hier.