Afrika; 4,4 Millionen Jahre vor Christus:

Der erste Mensch, der Australopithecus entwickelt sich. Er kennt weder Feuer noch Sprache, er kann jedoch mit der Stimme Laute erzeugen.1 Diese Laute sind gleichzeitig Ursprung von Sprache und Vokalmusik.2 Auch Instrumentalmusik entsteht. Zuerst klopfte man auf dem eigenen Körper, dann benutzte man die Werkzeuge, die man hatte und funktionierte sie um.3

Stellt euch das doch mal vor: Ein Urmensch versucht, sich mit einem Faustkeil einen Ast von einem Baum abzuschlagen, weil er einen Spieß bauen will. Die Schläge sind rhythmisch und das gefällt dem Menschen. Er probiert aus, schneller zu schlagen und dann wieder langsamer, lauter und dann wieder leiser und freut sich über seine Entdeckung. Er zeigt das seiner Sippe und gibt dabei das erste Konzert der Geschichte.

So könnte das natürlich gewesen sein. Wichtig ist aber, dass wir aus dieser Zeit nur sehr wenig wissen, denn es gibt weder Schrift noch richtige Instrumente, die man finden könnte. So gibt es auch noch andere Theorien:

Charles Darwin behauptet zum Beispiel, Musik sei durch die Nachahmung von Tierlauten, wie Vogelrufen, entstanden. Laut Karl Bücher sei Musik durch rhythmisch anfeuernde Rufe bei gemeinsamer Arbeit, wie zum Beispiel „Hau Ruck!“ entstanden. Carl Stumpf behauptet, Gesang sei aus Rufen entstanden, weil man sich so besser über weite Strecken verständigen konnte. Und Karl Heinrich Wörner widerlegt in seinem Buch „Geschichte der Musik“ alle diese Theorien auf mehr oder weniger nachvollziehbare Weise.4 Erste brauchbare Beweise für Musik geben erst gefundene Instrumente, wie Trommeln und Knochenflöten, die auf etwa 40.000 vor Christus datiert werden.5

Damals gab es noch lange keine Notenschrift. Musik wurde also „mündlich“ von Lehrer zu Schüler weitergegeben.

SPIEL: Stille Post

Wenn Du eine kleine musikinteressierte Gruppe zur Verfügung hast, probiere doch einmal das Spiel „Stille Post“ mit Musik aus. Suche ein leichtes kurzes Stück aus, das die anderen nicht kennen und singe es vor der Tür/im Nebenraum dem Nächsten vor. (Nimm ein sehr leichtes Lied, Kinderlieder eignen sich wahrscheinlich. Ich habe das Spiel einmal mit meinen Klassenkameraden gespielt und hatte ein einfaches Kirchenlied gewählt – Nach fünf Leuten war nur noch eine Hälfte über und davon auch nur noch etwas, was annähernd der Rhythmus war ;  ) ). So geht es dann wie bei „Stille Post“ von einer Person zur nächsten. Am besten kontrollierst Du draußen, dass wirklich nur gesungen und nicht erzählt wird, wie es klingen soll. Am Ende werden vor der ganzen Klasse Anfangs und Endversion verglichen.

Oberkapitel: Musikgeschichte

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1Duden, Basiswissen Schule – Geschichte, 2011, S.28

2Tewinkel, Christiane, Eine kurze Geschichte der Musik, 2007, S.8

3Duden, Basiswissen Schule – Musik, 2011, S.158

4Wörner, Karl Heinrich, Geschichte der Musik, 1975, S.25

5Duden, Basiswissen Schule – Musik, 2011, S.158