Anton Webern wurde 1883 in Wien geboren und lernte Klavier und Cello. Mit Schönberg kam er in Kontakt, als er vier Jahre lang Kompositionsunterricht erhielt. Er arbeitete als Dirigent und Kapellmeister, ab 1927 als Dirigent beim österreichischen Rundfunk. 1945 gab es eine Razzia im Hause Webern in Salzburg, weil der Sohn Anton Weberns des Schwarzmarkthandels verdächtigt wurde. Dabei trat Webern vor die Tür und wurde versehentlich von einem amerikanischen Soldaten erschossen.

Die Werke Weberns sind oft sehr konzentriert und kurz, was die Fasslichkeit der Musik verstärken soll.1

„Man bedenke, welche Enthaltsamkeit dazu gehört, sich so kurz zu fassen. Jeder Blick läßt sich zu einem Gedicht, jeder Seufzer zu einem Roman ausdehnen. Aber: einen Roman durch eine einzige Geste, ein Glück durch ein einziges Aufatmen auszudrücken: solche Konzentration findet sich nur, wo Wehleidigkeit in entsprechendem Maße fehlt.“ – Schönberg im Vorwort zu den Bagatellen op.9 von Webern2.

Oberkapitel: Musik in der Wiener Moderne, weiterlesen: Portrait: Alban Berg

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1Wörner, Karl Heinrich, Geschichte der Musik, 1975, S.619f; Vgl auch http://www.klassikakzente.de/anton-webern/biografie [27.01.2017]

2http://www.universaledition.com/Anton-Webern/komponisten-und-werke/komponist/762/werk/794/werk_einfuehrung [27.01.2017]

Bildquelle: http://www.bach-cantatas.com/Lib/Webern-Anton-2.htm [27.01.2017]