Alban Berg, Portrait von Emil Stumpp, 1927

Alban Berg wurde 1885 in Wien geboren und hatte ähnlich wie Schönberg sehr verschiedene Begabungen. So zeigte er als Kind ein großes Interesse an Literatur und fing erst in der Jugend an, sich autodidaktisch mit dem Komponieren zu beschäftigen. Sechs Jahre lang erhielt er dann Kompositionsunterricht bei Schönberg, zweitweise gemeinsam mit Webern.1

Als siebzehnjähriger verliebt sich Alban Berg in ein Küchenmädchen und aus dieser Beziehung wird die uneheliche Tochter Albine geboren. Erst ein Jahr nach der Geburt seiner Tochter erkennt Berg die Vaterschaft an.2

Alban Berg starb am Heiligen Abend 1935 an einer Blutvergiftung.

Ein Radiointerview von 1930 zeigt eindrücklich, wie sich auch Berg mit Kritik auseinandersetzen musste: Gemeinsam mit einem „gegnerischen“ Interviewpartner gilt es, eine Antwort auf die Frage „Was ist atonal?“ zu finden:

„Aus einer Erfahrung, die ich nicht nur aus dem eigenen Schaffen schöpfe, sondern auch aus dem von Künstlern, denen die Kunst so heilig ist wie mir (so unzeitmäßig sind wir von der Wiener „atonalen“ Schule nämlich!): Kein Takt – und sei er von der kompliziertesten harmonischen, rhythmischen und kontrapunktischen Faktur – steht in dieser, unserer Musik, der nicht der schärfsten Kontrolle des Gehörs, des äußeren und des inneren Gehörs, unterworfen wäre, und für dessen Sinn, an sich sowohl als in der Stellung zum Ganzen, nicht ebenso die künstlerische Verantwortung übernommen wird, wie für die auch dem Laien sofort einleuchtende Logik eines ganz primitiven Gebildes, etwa eines einfachen Motivs oder einer simplen Harmoniefolge.“ – Alban Berg3

Oberkapitel: Musik in der Wiener Moderne, weiterlesen: Atonalität und Zwölftonmusik

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1Wörner, Karl Heinrich, Geschichte der Musik, 1975, S.574

2https://de.wikipedia.org/wiki/Alban_Berg#Leben [27.01.2017]

3Reich, Willi (Hrsg), Was ist atonal?, 23 – Eine Wiener Musikzeitschrift, 1936, Nr.26-27, S.1-11; Zitiert nach: https://de.wikisource.org/wiki/Was_ist_atonal%3F [27.01.2017]

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alban_Berg [27.01.2017]