„Der Wegweiser“ aus der Winterreise von Franz Schubert war das erste Lied, dass ich mit etwa 16 Jahren im Gesangsunterricht gesungen habe. Ich kannte die Geschichte der Winterreise nicht – der Ich-Erzähler wandert trauernd um eine unglückliche Liebe durch eine eisige Welt und trifft am Ende auf den Tod – aber das Lied zog mich in seinen Bann. Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe, wohin diese besungene Straße führt. Doch mittlerweile kenne ich auch die restlichen Lieder der Winterreise und singe viele von ihnen mit besonderer Leidenschaft.

Manchmal bricht sich Musik bahn. Man kennt das von Kindern, die beim Musikhören anfangen, mitzusingen. Von Erwachsenen, deren Fuß einfach nicht still halten will. Von dem Tanzen, das auf der Musik schwebt. Hier habe ich die Musik in meine Hand fließen lassen und frei mit dem Stift improvisiert. Das Bild ist kein Kunstwerk und die Kameraqualität auch nicht die beste, aber diese Art der musikalischen Arbeit macht Freude und hat durchaus etwas von Tanzen. Vielleicht mögt ihr es ja mit eurem Lieblingsstück einmal selbst ausprobieren. Ich habe hier nur DinA4-Papier. Es gilt aber: Je größer das Blatt und je dicker der Stift oder Pinsel, desto mehr Spaß macht das Ganze ; )

Oberkapitel: Klang- und Sangwerkstatt