„Der Wegweiser“ aus der Winterreise von Franz Schubert war das erste Lied, dass ich mit etwa 16 Jahren im Gesangsunterricht gesungen habe. Ich kannte die Geschichte der Winterreise nicht – der Ich-Erzähler wandert trauernd um eine unglückliche Liebe durch eine eisige Welt und trifft am Ende auf den Tod – aber das Lied zog mich in seinen Bann. Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe, wohin diese besungene Straße führt. Doch mittlerweile kenne ich auch die restlichen Lieder der Winterreise und singe viele von ihnen mit besonderer Leidenschaft.

Hier geht es mir um den Weg und darum, wie das ist, wenn man sich mit seinen Zielen um sich selbst dreht. Ich habe als Grundlage eine Karte von Wien genommen und mir mal rausgesucht, wo eigentlich der Ort ist, wo Schubert begraben liegt. Der Weg führt mich zu diesem Park, wo auch heute noch das Grabmal steht. Die grobe Idee von: Wegweiser und Karte? Das passt doch zusammen!, hat sich dahin entwickelt, dass ich mich informieren musste, mir den Wikipedia-Artikel zu Gemüte geführt habe und bei Google-Maps die Adresse gesucht habe. Aber es macht Spaß, wenn solch ein Projekt „nebenbei“ auch noch zu neuem Wissen führt.

Oberkapitel: Klang- und Sangwerkstatt