Fast alle Übergänge, an denen im Film Ort oder Perspektive gewechselt werden, macht die Musik in einem gleitenden Übergang mit. Das bedeutet nicht, dass der Übergang sanft sein muss, er kann durchaus abrupt in der Wirkung sein. Allerdings setzt Hans Zimmer nur selten Abschnitte der Musik ohne Verbindung hintereinander, sondern er verknüpft sie mit zwei Methoden:

1) Der Endton oder die Endharmonie ist gleichzeitig der Anfangston/Anfangsharmonie des nächsten Abschnittes (z.B. 00:38; 02:32 mit mehreren gleichen Tönen in der Melodie von Jachebed und dem Chor; 04:40 vorletzter Ton wird Ausgangston neuer Melodie, vorenthaltene Tonika führt zu Bewegtheit)

2) Der Endton wird leiser, die nächste Melodie nutzt ihn als Begleitung (01:56; 03:03; 05:12; 06:44)

„Brüche“ in der Musik sind selten (z.B. 02:06). In der Zeit von 04:20-04:41 schheinen auf den ersten Blick mehrere „Brüche“ zu sein, dort wird die Musik jedoch durch die Weiterführung des Thema I zusammengehalten.

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