Lieber Leser,

vor sich sehen Sie das einzige uns bekannte Exemplar eines Notentagebuchs. Abgedruckt ist das Manuskript des Tagebuchs, so wie es gefunden wurde. Auch gestrichene Passagen sind, soweit lesbar, abgedruckt, da sie uns viel über das wirkliche Denken der Noten über uns Menschen verraten. Es entsteht der Eindruck, dass die Verfasserin des Tagebuchs die Texte bereits korrigiert hat, da sie erst mit der Zeit auf die Idee gekommen ist, das Tagebuch könnte veröffentlicht werden. Weitere Dokumente, wie ein Brief und eine erste Seite des Buches, die herausgerissen wurde und wohl unbeabsichtigt im Buch verblieb, sind ebenfalls abgedruckt.

Die Anmerkungen der Herausgeber zum Text sind jeweils mit Fußnoten eingefügt und sollen den Leser über den aktuellen Wissensstand informieren, der uns glauben lässt, dass dieses einmalige Fundstück echt ist, auch wenn einige Wissenschaftler dies immer noch anzweifeln.

Allem Anschein nach konnte dieses Buch nur durch Zufall für Menschen sichtbar werden. Wie den Ausführungen der Note zu entnehmen ist, ist die Wissenschaft über die Menschen in der Notenwelt sehr populär, ungleich populärer als unsere Musikwissenschaft. Daher gibt es wahrscheinlich eine große Anzahl von Experimenten zur Verbindungsaufnahme mit den Menschen. Eventuell ist im Zuge eines solchen Experiments das Buch in die für uns sichtbare Welt gelangt. Allerdings scheint dieses Experiment nicht wiederholt worden zu sein, oder es konnte nicht wiederholt werden, denn es sind uns keine weiteren Gegenstände oder ähnliches von Noten bekannt, die in der menschlichen Welt aufgetaucht wären.

Oberkapitel: Das Tagebuch der Note Cante Bilé, weiterlesen: Brief Canta Bilés