Wenn Du ein einfaches Liederbuch aufschlägst, werden Dir wahrscheinlich Akkordsymbole entgegenspringen. Das sind die großen und kleinen Buchstaben, die direkt über den Noten stehen.

Akkordsymbole sind viel freier zu interpretieren als klassische Notation. Ein großes G als Akkordsymbol bedeutet zum Beispiel: „Spiele G-Dur“. Es sagt nicht: „Spiele G-Dur in der eingestrichenen Oktave in Quartsextstellung und enger Lage mit drei Tönen, in dem Du es anschlägst und vier Schläge lang hältst.“ Ja, es sagt noch nicht einmal „Spiele G-Dur auf dem Klavier.“ Und weil es nur sagt: „Spiele G-Dur“, kann sich jeder frei aussuchen, wie er G-Dur genau spielt.

AUFGABE: Akkordsymbole nutzen

Nimm einmal ein einfaches Schul- oder Weihnachtsliederbuch zur Hand, bei dem Akkordsymbole über den Noten stehen und versuche diese auf Deinem Instrument zu spielen (Bei Melodieinstrumenten kann man die Töne des Akkordes nacheinander spielen.) Wenn Du das beherrschst werde kreativ und versuche, die Akkorde auf möglichst verschiedene Arten zu spielen und denke Dir eine kleine „Choreographie“ aus (z.B. Strophe eins: Ein Anschlag pro Viertel, Refrain: Akkordbrechungen über zwei Oktaven, Strophe zwei: Grundton im Bass, rechte Hand Akkordbrechungen). Wenn Du kannst, nutze dabei auch Umkehrungen.

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